Schulmuseum in Zossen

Ob wir die Schule gemocht haben oder nicht, Erinnern lohnt sich!

Museum "Alter Krug"

Weinberge 15
15806 Zossen

Mi: 15:00 - 18:00
Sa: 14:00 - 17:00

Tel.: 03377/300576

Schulmuseum

Kirchplatz 7 Fachwerkhaus
15806 Zossen

Do 10:00 - 12:00
Sa 10:00 - 12:00

Tel.: 03377 334346

QR-Code Schulmuseum

Poesiealbum aus dem Jahr 1808

Kürzlich erhielt unser Schulmuseum von einem Sammler aus Offenburg ein Poesiealbum (Stammbuch), das im Jahr 1808 in Zossen angelegt wurde. Auf den ersten Seiten ist eine Eintragung des Superintendenten Bauer zu lesen. Dieser wirkte in Zossen von 1797 bis zu seinem Tode im Jahr 1809. Vier weitere Mitglieder seiner Familie haben ebenfalls Sprüche zur Erinnerung eingetragen.
Auch die Leiterin der Industrieschule in Zossen trug in dieses Buch ein.

Wenn auch das Schulmuseum Zossen über zahlreiche Kopien der Inspektionsberichte von Superintendent Bauer verfügt, liegt uns mit diesem Poesiealbum nunmehr ein Originaldokument  mit seiner Unterschrift vor.
Sup. Bauer hat sich sehr verdient um das Schulwesen in Zossen und den eingepfarrten Dörfern gemacht. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass der Bau der Zossener Stadtschule 1806 begonnen werden konnte.
Leider erlebte er die Fertigstellung nicht mehr. Seinem unermüdlichen Briefwechsel mit der Königlichen Regierung mit der Bitte um Mittel zur Errichtung einer Industrieschule in Zossen ist es gelungen, die Schüler der Zossener Schule in Handarbeiten wie Spinnen, Stricken, Wäschezeichnen, Nähen usw. an vier Wochentagen nachmittags unterrichten zu können. Charlotte Neidhold, eine Bürgerstochter aus Zossen, leitete zunächst unter Anleitung der Ehefrau von Superintendenten Bauer diese Einrichtung, Industrieschule genannt. Bei den jährlichen öffentlichen Schulprüfungen wurden die angefertigten Produkte verkauft und die Kinder erhielten einen kleinen Anteil am Gewinn, der andere Teil wurde für den Kauf von Materialien und für die Besoldung der Lehrerin benötigt. Zeitweilig besuchten über 80 Kinder die Industrieschule, darunter auch einige Jungen. Im neuen Schulhaus von 1818 erhielt die Industrielehrerin auch einen Raum.
Herr Wiedemann schenkte unserem Schulmuseum außerdem noch vier alte Schulbücher, darunter ein Lesebuch, alle vom Beginn des 19. Jahrhunderts. (siehe Anhang)
Den Kontakt mit Herrn Wiedemann verdankt das Schulmuseum Zossen Karola Andrae, der Vorsitzenden unseres Heimatvereins, die dem Sammler im Gegenzug mehrere alte Poesiealben aus ihrer Verwandtschaft schenkte.

 

 

 

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