Museum "Alter Krug"

Weinberge 15
15806 Zossen

Mi: 15:00 - 18:00
Sa: 14:00 - 17:00

Tel.: 03377/300576

Schulmuseum

Kirchplatz 7 Fachwerkhaus
15806 Zossen

Do 10:00 - 12:00
Sa 10:00 - 12:00

Tel.: 03377 334346

Festveranstaltung 20 Jahre Heimatverein

17. Oktober 2012

Der Heimatverein "Alter Krug" in Zossen begeht seinen 20. Geburtstag mit einer einer Festveranstaltung im Restorante La Famiglia. Über 70 Gäste waren der Einladung gefolgt. Sie erlebten bei einem Dreigängemenue einen Abend mit vielen anregenden Gesprächen aber auch in ausgelassener Unterhaltung.

Einige Impressionen vom Fest

2012-10-17_02
2012-10-17_03
2012-10-17_04
2012-10-17_05
2012-10-17_06
2012-10-17_07
2012-10-17_08
2012-10-17_09
2012-10-17_10
2012-10-17_11
2012-10-17_12
2012-10-17_13
2012-10-17_14
2012-10-17_15
2012-10-17_16
2012-10-17_17
2012-10-17_18
2012-10-17_19
2012-10-17_20
2012-10-17_21
01/20 
start stop bwd fwd

Die Festansprache hielt die Vereinsvorsitzende Karola Andrae:

"Liebe Vereinsmitglieder,
Werte Gäste, Freunde und Begleiter unseres Vereins,

an einem wunderschönen Herbsttag 1992 trafen sich interessierte neugierige Bürger am „Alten Krug“, um für Zossen Geschichte zu beginnen. Wir standen vor dem Krug, wo die REKO schon begonnen hatte, und nun darüber nachdenken sollten wie es mit diesem damals doch toten Gebäude zukünftig weitergehen soll. Lebendige Vergangenheit gab es lange  nicht mehr und für die Zukunft stand nur eines fest: Es muss belebt werden.
Wer hatte 1992 schon Ahnung von Vereinsgründungen und was da alles so auf einen zukommen wird. Die Gründungsversammlung verlief jedenfalls schon sehr professionell ab. Wir hatten nach der Wende doch schon das Wählen gelernt. So würde dann an diesem 17.10.1992 der Verein gegründet und ein Vorstand gewählt. Teile dieses Vorstandes kannten sich damals noch gar nicht und trotzdem wollte man es versuchen.
Der Gründungsvorstand hatte dann die bürokratischen Dinge mit Vereinsregister, Vereinskonten, Finanzamt, Gemeinnützigkeit uvm zu klären, alles Arbeiten die man nicht sehen konnte.
Es begannen die ersten Veranstaltungen  im Saal  der damaligen Kreisverwaltung. Darunter war der erste Tierfilm von Herrn Kretlow. Kontakte zum Heimatverein Westenholz wurden geknüpft, ein Baum am Bahnhof gepflanzt und der Weiterbau am Alten Krug vorangetrieben.
Unterdessen hatten sich die Eigentumsverhältnisse geändert und der Krug ging ins Stadteigentum über. Die Stadt stellte sich dieser Verantwortung und stellte entsprechende Haushaltsmittel, auch in Zeiten knapprer Kassen immer wieder ein. Am Krug selbst begannen wir dann mit der Teilnahme am Offenen Denkmal und dem ersten Kuchenverkauf auf einem Klapptisch mit Papptassen und eine höllischen Angst, ob wir damit nicht gegen irgendwelche Gesetze verstoßen würden.
Als der Krug dann eröffnet werden konnte, wurde ein Plan entwickelt, der regelmäßige Veranstaltungen, Öffnungszeiten und einen Museumsbetrieb vorsah. Hierzu wurde mit der Stadt ein Nutzungsvertrag abgeschlossen und der Verein hat das Hausrecht bekommen und die Stadt übernahm die ganzen Kosten und wir die Arbeit. Aber was machen wir mit dem Krug ohne Klo ohne Abstellraum, ohne Küche. Bald merkte man von verantwortlicher Stelle in der Stadt und auch bei der kreislichen Denkmalsbehörde, dass man hier doch nachbessern muss. So wurde der Entschluss gefasst ein Nebengebäude zu errichten.
Es ist wie bei jeder Bauerei, wenn man vorher gewusst hätte..... die ersten Mittel flossen über eine ABM-Maßnahme, dann gab die damalige Raiffeisenbank Zossen Gelder aus der Genossenschaftsstiftung, es wurden alle notwendigen Handwerker in der Region angebettelt wegen Leistungen zum günstigen Preis, eine weitere ABM folgte und viele Stunden etlicher Vereinsmitglieder bis der „Stall“ dann stand. Heute kann man sich den Krug ohne den Stall schon nicht mehr vorstellen.
Was haben wir hier nicht schon alles für tolle Veranstaltungen gemacht, Märchennachmittage, Vorträge zu verschiedensten Themen, Adventsfeiern, Mitgliederversammlungen, Betriebsausflüge, Ausstellungen, Wandertage, Offene Denkmale, Buchvorstellungen, Vogelstimmenwanderungen, Ausflüge und und und....

Im April 2002 erweiterte sich unser Verein um ein weiteres kulturelles Aufgabengebiet für Zossen, das Schulmuseum. Skepsis und Mut bildeten die Grundlage und heute zeigen die Besucherzahlen, das doch der Mut gut war und sich dieses für unsere Stadt und für unseren Verein gelohnt hat und wir reden über die Vergrößerung der Ausstellungsfläche an neuer Stelle. Schule ist Thema bei jedem, erst will man hin, dann nicht mehr, dann will man Jahre nichts mehr damit zu tun haben und dann sitzt man nostalgisch im Schulmuseum und denkt über die tolle Schulzeit nach. Ohne den Mut zum Schulmuseum wäre die Stadt um eine Attraktion ärmer.

In den Jahren sind auch etliche Publikationen entstanden. Erste Anfänge waren mit 2 Postkartenserien gemacht. Zum Stadtjubiläum gab es das erste Buch „Zossen ein Märkisches Städtchen“. Die Kalenderproduktion begann , die erst nur auf die Sponsoren ausgerichtet war und heute mit seiner Auflage von 250 Stück ein Sammlerobjekt geworden ist und Bestellisten vorliegen. Es folgte das 2. Buch mit „Unser Zossen“ sowie, „Über Küster und Schulmeister“ eine Publikation für das Schulmuseum.
Mit der Stadt Zossen und der ev. Kirche veranstalten wir nun schon zum 18. male das Neujahrskonzert in der Dreifaltigkeitskirche mit Weltblech.
In den 20  Jahren haben wir 105 Mitglieder aufgenommen und heute sind wir 78 Mitglieder.  Ich könnte nun berichten wer was von den Mitgliedern macht und schon steht der Begriff „macht und tut“. Es gibt Kuchenbäcker, Abwäscher, Museumsführer, Buchautoren, Geschichtenerzähler, Putzhilfen, Garten- und Zeltarbeiter, Kraftfahrer und dann die Mitglieder die einfach nur kommen und andere mitbringen. Was nutzt die beste Veranstaltung wenn keiner kommt. Es gibt Mitglieder die sich über Jahre sehr eingebracht haben, sich von uns ganz gelöst haben und andere die es etwas ruhiger angehen lassen und wieder andere die sich jetzt stärker einbringen möchten. Es ist eben wie in jedem anderen Verein auch und es geht auch immer weiter..

Was wünscht man sich selbst zu seinem Jubiläum wurde ich von einem Journalisten gefragt:
Ja, was antworte man darauf? Schön wäre es, wenn wir noch Mitglieder finden würden die heute unter 60 sind (schließlich waren wir bei der Gründung bald alle unter 45) und die in den Verein hineinwachen würden und die Arbeit fortsetzen könnten. Wir wünschten uns eine bessere Zusammenarbeit mit den Kindereinrichtungen der Stadt zu aktiven Heimatgeschichte
und natürlich für uns alle tolle weitere Veranstaltungen und Spaß am Verein."