Museum "Alter Krug"

Weinberge 15
15806 Zossen

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Am Wegesrande der Wahrheit

Vortrag von KLaus Voeckler anlässlich des 460. Jahrestages der Bestätigung und Erweiterung der Zossener Stadtrechte durch Kurfürst Joachim II.

12. November 2006
Anlässlich des 460. Jahrestages der Bestätigung und Erweiterung der Zossener Stadtrechte durch Kurfürst Joachim II. hatte der Heimatverein in den Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde eingeladen. Unser Vereinsmitglied und Heimatforscher Klaus Voeckler dozierte nicht, sondern nahm seine Zuhörer auf eine Zeitreise mit. Dabei erfuhren die Zuhörer historische Zusammenhänge, die über jene Publikation anlässlich des 450. Jahrestages im Buch „Zossen ein märkisches Städtchen" hinausgingen.



Susanne Wölfe-Fischer berichtete über diese Veranstaltung in der Märkischen Allgemeinen, Zossener Rundschau vom 14.11.2006 u.a.:
„Referent des Abends war Klaus Voeckler. Der ausgewiesene Experte der Zossener Geschichte beschäftigt sich seit gut 30 Jahren mit seinem Steckenpferd. Im Vorfeld zum Vortrag hatte Voeckler seine Studien noch intensiviert. „Ich habe mir viele Akten daraufhin nochmals vorgenommen und durchgesehen. Viele habe ich fünf oder sechs Mal gelesen und es haben sich immer wieder neue Zusammenhänge ergeben“, erklärte der Heimatforscher.
Als kurzweilig erwies sich dann auch der zweistündige Vortrag, der sich im wesentlichen mit den am 12. November 1546 durch Kurfürst Joachim II. an Zossen verliehenen Privilegien beschäftigte. Zwar ist die Originalhandschrift davon vermutlich im Dreißigjährigen Krieg verbrannt, doch dank der im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam erhaltenen Abschrift im Erbregister von 1583 konnten die Einzelheiten von Klaus Voeckler nachgelesen werden. Damit die zeitlich doch recht fern liegenden Ereignisse für die zahlreichen Zuhörer besser vorstellbar wurden, bediente sich der Referent eines Kunstgriffs „am Wegesrande der Wahrheit“, wie er es selbst nannte.
Um ein Bild der Zeit einzufangen, überbrachte ein fiktiver Reiter die Privilegien vom Kurfürsten an den damaligen Zossener Amtmann Eustachius von Schlieben. Minutiös wurde der Weg des Boten über Mittenwalde und Telz zum Zossener Mühlenberg beschrieben. Von dort ging es weiter über die Siedlung am Zossener Weinberg hin zum Zossener Kietz und von dort zur Burg, dem Sitz von Schliebens.“
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