Museum und Begegnungsstätte "Alter Krug"

Ausstellungen, Veranstaltungen. Feiern

Museum "Alter Krug"

Weinberge 15
15806 Zossen

Wir treten in die Winterpause bis Anfang März. Unter Zossen 03377/300576 können Sie einen Winterbesuch vereinbaren.

Tel.: 03377/300576

Schulmuseum

Kirchplatz 7 Fachwerkhaus
15806 Zossen

Do 10:00 - 12:00
Sa 10:00 - 12:00

Tel.: 03377 334346

"Alter Krug" in Bildern

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Museum "Alter Krug" in Zossen

Der „Alte Krug“ in den Zossener Weinbergen

Krug Ausstellungsraum

Das Rohr gedeckte Gebäude „ALTER KRUG“ in Zossen ist nahezu unverändert erhalten als eines der wenigen Zeugnisse ländlicher Kultur der Mitte des 18ten Jahrhunderts.
Etwa um 1750 wurde das Haus für den in königlichen Diensten stehenden Förster Schandken  gebaut. Ob das Haus von ihm selbst errichtet oder als Dienstwohnung genutzt ist nicht überliefert. Letzteres spricht dagegen, denn sonst hätte seine Frau nicht nach seinem Tod dort noch 1787/1788 weiter wohnen können bzw. als Besitzerin verzeichnet werden. Ob damals schon Schankwirtschaft in dem Grundstück ausgeübt wurde, steht nicht fest.
Es gehört jedenfalls zu den ältesten Bürgerhäusern, die in der früheren Kolonie Weinberge bei Zossen einzeln und verstreut lagen.

Um 1755 setzte die Kolonistenbesiedlung hier in den Zossener Weinbergen ein. Urkundlich erwähnt ist, dass aus Sachsen, Dessau, Bayreuth – insgesamt 20 Kolonisten – hier sesshaft wurden. Im Hauptberuf waren sie Garnweber (12 ), Spinner ( 2 ), Strumpfweber (1 ) und Tuchmacher ( 3 ), mussten aber – um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können – nebenbei Landwirtschaft betreiben.

Bis zum Juli 1756 wurden insgesamt 67 Kolonisten angesiedelt: 20 Männer, 17 Frauen, 13 Söhne, 15 Töchter, 1 Geselle, 1 Unverheirateter.
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hatten die Bewohner der Weinberge mehr recht und schlecht ihr Auskommen.

Die Museums- und Begegnungsstätte „Alter Krug“ ist ein interessantes Denkmal märkischer  Heimatgeschichte, das den damaligen Stand der handwerklichen und technischen Entwicklung zeigt, sowie seine schlichte Schönheit und Zweckmäßigkeit dörflichen Bauens anschaulich darstellt.
Vor Einweisung der Kolonisten im Jahre 1756 hat das Grundstück zweifellos schon bestanden und der Landwirtschaft gedient.
Die spätere Schankwirtschaft des „ALTEN KRUGES“ lässt sich bis zum Jahre 1831 zurück verfolgen. Nach archäologischen Befunden vermutlich sogar bis ins Jahr 1780.
Das ganze gesellschaftliche Leben in den Zossener Weinbergen hat sich hier für viele Jahre abgespielt.
Monatliche Tanzmusiken, diverse Feiern usw. fanden statt, dabei wurde die Wohnung zur Unterbringung der Gäste mit in Anspruch genommen. Die Sommervergnügungen  verlagerten sich ins Freie mit Tischen und Stühlen, Tanz und Ausschank.
1890 hat der letzte Besitzer Lehmann – im Volksmund Krug-Lehmann - das Gewerbe eingestellt und aufgegeben.

Noch heute gelangt man, nachdem der Vorbau passiert ist, durch einen niederen Eingang, etwa 1.70 Meter hoch, in einen Vorraum, aus dem rechter Hand eine Tür in die frühere Schankstube, linker Hand in die ehemalige Wohnstube und geradezu in die schwarze Küche führt. Letzteres ist eine der schönsten Schwarzen Küchen im Land Brandenburg.
Nach 1890 diente das Haus noch vorwiegend Wohnzwecken, war aber 1980 schon in einem sehr schlechtem Zustand, insbesondere das Dach, so dass seine Bewohnerin ( Elisabeth Helmecke ) einen Wohnungsantrag bei der Stadt stellte.
1983 wurde der Rat des Kreises Zossen Rechtsträger des Hauses, damit war die Finanzierung einer künftigen Rekonstruktion des gerade unter Denkmalschutzverdacht gestellten barocken Fachwerkhauses möglich geworden.
Bereits im November 1982 begannen Bürger  mit Aufräumarbeiten.
Bis zum Jahre 1988 galt es immer wieder viele Hemmnisse zu überwinden, denn Material ( Reet, verzinkter Bindedraht, Balkenholz usw.) war schwer zu beschaffen und entsprechende Fachleute waren rar.

Am 3. September 1991 begann dann der Wiederaufbau des ALTEN KRUGES. Entsprechend der denkmalpflegerischen Zielsetzung sollte das Haus originalgetreu mit den ursprünglichen Arbeitstechniken und Naturbaustoffen rekonstruiert werden.
Ein in seiner Art einmaliges Baudenkmal wurde damit der Nachwelt erhalten und dient dem Heimatverein als Heimstatt,  in der er regelmäßig seine Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge usw. durchführt.

Die Museeums- und Begegnungsstätte ALTER KRUG ist in den Sommermonaten mittwochs von 15.00 – 18.00 Uhr und samstags von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet und in den Wintermonaten  ( ab 1.12. – 15.3. ) nur mittwochs 15.00 – 18.00 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Der Alte Krug in Bildern

 

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