Museum "Alter Krug"

Weinberge 15
15806 Zossen

Wir treten in die Winterpause bis Anfang März. Unter Zossen 03377/300576 können Sie einen Winterbesuch vereinbaren.

Tel.: 03377/300576

Schulmuseum

Kirchplatz 7 Fachwerkhaus
15806 Zossen

Do 10:00 - 12:00
Sa 10:00 - 12:00

Tel.: 03377 334346

Sonderausstellung Poesiealben

 

Eröffnung
16. März 2017
Text und Fotos Rosemarie Awdoschin

Einige wenige Poesiealben im Bestand des Schulmuseums ließen im Herbst 2016 den Gedanken für eine neue Sonderausstellung aufkommen.

Eine tolle Idee, die in die Tat umgesetzt werden sollte! Über das WIE dachten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht nach, denn erst einmal stand die Gestaltung der jährlichen Weihnachtsausstellung im Mittelpunkt, die wir unter der Thematik "Winterfreuden" zeitnah präsentieren wollten

Die Grundlage für die Arbeit an unserem Projekt war natürlich das Vorhandensein weiterer Alben, die vorliegen mussten, um wirklich aussagekräftig sein zu können. Unser Anliegen sprach sich herum, viele Besucher überließen uns leihweise nicht nur die eigenen Poesiealben, sondern auch die von Verwandten oder auch bereits verstorbenen Angehörigen. Sie informierten Freunde und Bekannte. Und so wuchs unser Fundus rasch an. Schließlich standen uns 42 Alben zur Verfügung! Damit hatten wir gar nicht gerechnet.

Nachdem die Weihnachtsausstellung abgebaut war, trafen wir uns Mitte Januar 2016, um gemeinsam zu besprechen, wie wir an die Arbeit herangehen wollen. Zu Beginn stand nur fest: Wir haben sieben Schautafeln und zwei Vitrinen, die es zu gestalten gilt. Nach lebhafter Diskussion entschieden wir uns für die Darstellung in zeitlicher Gliederung auf den Tafeln und die Präsentation der Alben (in gleicher Weise geordnet) in den Vitrinen. Von den Anfängen der Poesiealben bis zu Beispielen aus den 60er bis 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wollten wir eine Zeitreise unternehmen.
Zu Beginn stand die Sichtung der Alben und damit verbunden die Vorauswahl der Einträge. Nicht ganz einfach war das bei den älteren Exemplaren mit Texten in alter deutscher Schrift.


Es wurde kopiert, fotografiert, zugeschnitten (mit Schere und Schneidemaschine), mit dem PC gearbeitet ... schließlich konnten wir auf eine stattliche Material-sammlung zurückgreifen. Jetzt ging es an die engere Auswahl, was gar nicht so leicht war. Da wurde uns bewusst, was für ein Riesenprojekt wir uns vorgenommen hatten! Würden wir das bis zur Zielsetzung Mitte März bewältigen? Trotz dieser Zweifel blieben wir optimistisch und nahmen die Gestaltung in Angriff.

Wie hier zu sehen ist, werden Texte erst zur Probe gelegt, ausgerichtet, kritisch betrachtet, ehe geklebt, mit Fotos, Zeichnungen und Glanz-bildern ergänzt wurde. Teamarbeit war gefragt, denn alles sollte den Betrachter auch optisch ansprechen.

Einige Texte in alter deutscher Schrift wurden parallel dazu übertragen.
Wie können die Alben in den Vitrinen wirkungsvoll präsentiert werden? Die Lösung hatte Dieter Haase gefunden - lange Kanthölzer, ummantelt mit Zeichenkarton.
Das erste Probelegen zeigt, dass dies gut funktioniert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Im Verlauf unserer Projekttätigkeit merkten wir, dass das gesammelte Material mehr Platz beanspruchte, als ihn die sieben Tafeln und zwei Vitrinen boten. So überlegten wir uns weitere Möglichkeiten. Abschließend übertraf die Präsentation unsere anfänglichen Vor-stellungen beträchtlich.

Während intensiver Arbeit gab es natürlich auch eine wohlverdiente Kaffeepause. Und die MitarbeiterInnen machen einen zufriedenen Eindruck - denn fast alles ist geschafft und die Eröffnung der Ausstellung naht.

 

Unsere Präsentation

  •    Zwei Vitrinen
  •    Fächer in den Glasschränken
  •    Poster "Humorvolles"
  •    Poster mit Spruch
  •     Album
  •     Sieben Tafeln:

•    Von den Anfängen der Poesiealben
•    Das Poesiealbum des Schülers Lautensack
•    In Poesiealben nachgelesen
•    Erinnerungen in Wort und Bild
•    Aus Poesiealben um 1900 - 40er Jahre
•    In Poesiealben der 50er Jahre entdeckt
•    Gelesen in Alben der 60er - 80er Jahre

Die Vorbereitung und Gestaltung dieser Ausstellung war sehr zeitaufwändig. Manchmal kamen auch Zweifel auf, ob wir bewältigen können, was wir uns vorgenommen hatten. Aber die  hatten sich gelohnt - am 16. März 2017 wurde die Sonderausstellung eröffnet und sie ist bis März 2018 zu besichtigen.
Auch nach der Eröffnung erhielten wir von interessierten Besuchern noch Alben, für die natürlich ebenfalls ein Platz im Ausstellungsraum gefunden werden konnte.
Die MÄRKISCHE ALLGEMEINE veröffentlichte unter dem Titel "Zeitgeschichte in Sprüchen und Aphorismen" einen Artikel, der über unsere Arbeit informiert und einige inhaltliche Beispiele erwähnt, sodass die Leserinnen und Leser doch neugierig werden.

Wir haben uns an das Projekt herangewagt und freuen uns sehr, dass die Sonderausstellung solchen Anklang findet.

Die Gestalter der Ausstellung
(vorn sitzend, von li. nach re.): Dieter Haase, Jutta Graumann,
Dieter Moll,
Gudrun Haase
(hinten stehend, von li. nach re.): Rosemarie Awdoschin, Ute Kaiser,
Horst Roßbach, Doris Woehl, Jutta Hansen, Volker Kling,  Rosa Kling

Humurvolle Einträge in Poesiealben

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Schulm-Poesie-02
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Schulm-Poesie-09
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